5G Frequenzplanung

Funk

5G Nutzung ab  2019/20 beginnend mit Frequenzen zwischen 700 MHz und 6 GHz

Es gibt noch keinenGrund in Panik zu verfallen. Im Moment wird das Thema 5G als neue Gefahr einseitig dargestellt. Die heutigen Pläne für flächendeckendes 5 G umfassen Frequenzen  zwischen 700 MHz und 6 GHz. Die beiden Frequenzbänderder im höheren  GHz-Bereich sind nur für lokal eng begrenzte Anwendungen vorgesehen.  Eine groß angekündigte Demonstration bei 28 GHz anlässlich des Global  Mobile Broadband Forum 2018 in London zeigte die physikalischen Grenzen  auf, sobald die Sichtverbindung auch nur teilweise unterbrochen war.

Bis 86 GHz sind nur für bestimmte sehr kurze Sichtverbindungs-Applikationen (z.B. Computer zum Bildschirm) angedacht. Derzeit sind weltweit nur Testinstallationen für 5G in Betrieb, auch wenn einige Mobil Mobilfunk-Anbieter suggerieren, dass diese Technologie schon kommerziell verfügbar wäre. Wenn die bisher noch ungelösten technischen Herausforderungen bis dahin bewältigt sind, soll die breite Markteinführung von 5G ab etwa 2019/20+ erfolgen und mit den niedrigeren Frequenzen beginnen.

Warum wird die Markteinführung von 5G mit den niedrigeren Frequenzen beginnen?
Physikalische Gesetze gelten auch für 5G und die Hardware-Anbieter reagieren darauf vorhersehbar:
Zunächst ist da die größere Dämpfung hochfrequenter Strahlung durch die Luft. Aus Anbietersicht ist „größere Dämpfung“ gleichbedeutend mit „mehr Energieaufwand und höhere Kosten“ – die kommerzielle Folge: Immer das niedrigstmögliche Frequenzband wird bevorzugt (wie schon bei GSM, LTE und WLAN). Die oberen Bänder bis 86 GHz bleiben also auf lange Sicht direkten Sichtverbindungen vorbehalten – positiver Nebeneffekt für die Bevölkerung: Die eigenen vier Wände bieten vergleichsweise guten Schutz gegen diese Strahlung.

„Geld regiert die Welt“ kommt hier also ausnahmsweise und eher nebenbei mal der breiten Bevölkerung zugute … ein kleiner Trost angesichts der mit 5G nochmal vergrößerten HF-Gesamtbelastung.
Diese Einflussfaktoren spiegeln sich in den Frequenz-Szenarien des für die 5G Projektierung zuständigen weltweiten Herstellerkonsortiums wieder. Es sind dies, laut Report vom Juni 2018 (noch aktuell), die Bänder „around 700 MHz“ (nach europäischen Plänen heißt das >700 MHz), „around 2 GHz“ und „around 4 GHz“ (Details im betreffenden Status-Report des 3GPP-Konsortiums: „3GPP TR 38.913 V15.0.0“). 

Aber was sind die Pläne für Frequenzen oberhalb von 10 GHz? 
Derzeit sind für die beiden projektierten 5G-Bänder „around 30 GHz“ und „around 70 GHz“ keine kommerziellen Endgeräte verfügbar, geschweige denn HF-Bauteile im auch nur ansatzweise erschwinglichen Bereich. Zugleich sind diese Bänder aus den erläuterten Gründen in der baubiologischen Praxis weniger relevant. Selbstverständlich werden wir die weitere Entwicklung im Auge behalten und Sie hier informieren, wenn sich grundlegende Neuerungen ergeben.

BEB und Gigahertz Solutions, Mai 2019